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 Sewastopol 2005

34. Winter-Nacht-Fahrt des MSC Helmbrechts e.V. vom 8. Januar 2005

Was ist das für ein Winter? Das Thermometer steht weit über Null - Schnee und Eis sind längst weggetaut - selbst vom angesagten Sturm ist nur ein laues Lüftchen übrig geblieben. Kurzum, die Witterungsverhältnisse in dieser Samstagnacht waren viel zu mild für die Jahreszeit und mit früheren Sewastopol-Bedingungen kaum zu vergleichen. Diese Nacht-Ori hat sich in über 30 Jahren einen verdammt guten Ruf erobert. Von den auf 120 Autos limitierten Startern kam ein großer Teil jenseits der Oberfränkischen Grenzen angereist, um ab 16:45 im Minutentakt loszurollen. Schön langsam, denn ab Vorstart in Wüstenselbitz lauerten erste Gefahren in Form von unerwünschten Fotoaufnahmen.
Ich hatte das erste Mal seit 5 Jahren einen „ungeplanten“ Einsatz als Co im Fahrzeug meines Celica Club Oberfranken Kumpels Otto, da sein regulärer Beifahrer Stefan aus beruflichen Gründen absagen musste. Auf geht’s.
Die Verbindungsetappe zum Start führte durch Helmbrechts Richtung Osten nach Wölbersbach. Nach einem kleinen „Schlenkera“ durch Seulbitz war die Nordumgehung von Förbau gefragt, bevor man an Schwarzenbach vorbei in die Flurbereinigungswege vor Wurlitz eintauchte. Ab hier spielte der Ex-Landkreis REH auf dem folgenden Kartenmaterial die Hauptrolle. Über Kühschwitz, Draisendorf und der langen Geraden der ST2182 galt es kurz vor Rehau den kleinen Abstecher in die Löwitz nicht zu übersehen. Zweimal unter der Autobahn (A93) weggetaucht führte der Weg schnurstracks Richtung Faßmannsreuth, wo man sich nach optimalen 35 Minuten den Stempel der K2 abholen durfte.
Dann gings ab in die Wildnis des ehemaligen Drei-Länder-Ecks. Bis zum K3 mussten in 22 Minuten 6 nummerierte Punkte abgefahren werden. Au backe. Wahrscheinlich waren schon lange nicht mehr so viele mit Flakscheinwerfern bewaffnete Autos zwischen Ludwigsbrunn und Prex gesichtet worden. Irgendein Hunde-Gassi-Führer hätte am liebsten seinen Köter auf unser Auto losgelassen. Nach einer unheimlichen Begegnung in einer Sackgasse (hätten fast nen Schweizer Teilnehmer auf die Hörner genommen) fanden wir schließlich doch die K3. Längst hatten wir die Karenzzeit von einer Stunde angeknabbert.
Genau 14 nummerierte Pfeile führten nach Regnitzlosau zur K4, die in 26 Minuten Vorgabe zu bewältigen war. Der Maßstab der Karte wurde größer, der Gegenverkehr mehr. Dann galt es ab Regnitzlosau innerhalb 29 Minuten den K5 kurz vor Oberkotzau zu finden. Eine ziemlich versteckte Abzweigung führte in ein U direkt neben der Autobahn (A93). Ein erneuter Ausschnittswechsel folgte und es ging weiter nach Kautendorf. Kurz vor Döhlau musste man schnell noch ein Eck rausfahren, bevor Oberkotzau am Horizont auftauchte. Stempel auf die Bordkarte, Blatt des Kartenmaterials gewendet, ab in Richtung Fattigau. Eine versteckte Abzweigung führte über Pfaffengrün und Oberpferdt zurück Richtung Westen zur K6 kurz hinter Konradsreuth. 25 Minuten Vorgabe - verdammt - wir waren spät dran. Von K6 bis zum Ziel am neuen Industriepark zwischen Münchberg und Helmbrechts standen 33 Minuten Soll auf dem Papier.

Unter der Autobahn (A9) durchschlüpfen - aber wo? Wer die erste Abzweigung vorzog, erlebte eine böse Überraschung. Natürlich wir auch. Plötzlich lag ein Baum quer über dem Weg und wir standen tief im Morast. "Ich glaube, wir brauchen jetzt den 4WD", sprach mein Pilot. Wieder kostbare Zeit versemmelt! Wenige Meter vor dem Ziel war als Zugabe noch ein kleiner „Chinese“ eingebaut, in dem es immerhin 3 Stumme Zeugen einzufahren galt. Da wir nur noch wenige Minuten in der Karenzzeit lagen, standen diese Schilder (wie einige andere auch) nicht auf unserer Bordkarte.

Was sich so locker schreibt und liest, ist für einen „alle-5-Jahre-mal“ Copiloten nur noch Stress, selbst wenn die Strecke durch eine eigentlich bekannte Region führt. Oder vielleicht gerade deswegen, weil man sich zu sicher fühlt? Ich hab meinen Piloten Otto manchmal schier zur Verzweiflung gebracht. Ein „Profi“ mit fast 30-jähriger Erfahrung aus über 10 Oris pro Jahr erklärte mir nach der Veranstaltung, die gestellten Aufgaben waren recht einfach zu lösen. Wahrscheinlich hat der in seiner Wohnung Stumme Zeugen aufgestellt und lässt jedes Mal wenn er vom Klo kommt, seiner Frau die Bordkarte abstempeln. Ein Kompliment an den Veranstalter, der eine hervorragend organisierte Fahrt auf die Beine gestellt hat. Auch die Rangliste war bereits am "morgen danach" veröffentlicht. (Link weiter unten). Das beste Team hat nur einen einzigen Strafpunkt eingefahren. Wer selbst Nachts im Auto hockt und verzweifelt seine Wege sucht, kann diese grandiose Leistung am besten beurteilen. Glückwunsch an das Team Nummer 5.
Hier einige Bilder vor dem Start:

Lancia Pilot Heiko wartete auf seinen Co-Piloten, der erst eine Minute vor dem Teamstart eintraf. Klick auf Bild verlinkt zu seinem "Sommerauto"

EIS? Gabs weder für Trabbis noch für alle Anderen

EVO mit Groß-Gerau Kennzeichen - verdächtig!

Mütter versteckt Euere Töchter - Opelianer im Anmarsch

Lange Schlange vor der Anmeldung

sapperlott - wie kam dieser schweinetiefe Ascona durch die Matschlöcher?

du glaubst es nicht! im Lexus durch die Pampas

der lokale Fiat Händler war im Lancia unterwegs

Info für E30 Piloten - in der aktuellen Autotuning 1/05 steht ein 6-seitiger Bericht über den 318is Cup

gut Sehen ist die halbe Miete

die Hauptschul-Gang mit astralen Mobilen

CCO Clubkollege Thomas und sein Co Helmut

aus dem Landkreis TIRschenreuth war ne ganze Schleiße angerückt

MR2 aus Cuxhaven - sogar an der Waterkant kennt man die Sewastopol

mein Celica-Clubkollege und Pilot Otto im Anrollen

auch Toyota Händler Herpich hatte früher flacheres Kampfgerät im Einsatz ..

wie das geborene Rallyegerät Celica T16 aus einer Zeit, als mit Toyota noch Motorsport gewonnen wurde :-))

hier fühlen sich die Kadett C Limos wohl

Fahrerbesprechung vor dem Start

ich glaube, in dieser Nacht hab ich wieder einige Haare gelassen

Klick auf Pokale verlinkt mit der HP der Sewastopol - die Ergebnislisten sind bereits aufgeführt

michael kolb 09-01-05

Nachtrag: noch einige Nacht-Bilder von Gerd Plietsch

Celica T16 Treffen?

 
 
Gerd Plietsch Presse
 
 

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