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 Sharanissimo

Der Sharan wird gebaut, um eine Großfamilie so bequem wie möglich von A nach B zu transportieren. Martin „Kubi“ Kubiczek geht seine eigenen Wege, in dem er seinem Custom Sharan sogar ein Luftfahrwerk spendiert

In seinem Heimatland Tschechien kennt man den Sharan als „létajicí koberec“, den fliegenden Teppich. Doch nicht nur bei der Tuning Show in Prag im Herbst 2004 zog der fliegende Sharan die Massen an. Manchmal trifft man ihn bei VW Meetings in Bayern, wo er ebenfalls unter den Besuchern für Verblüffung sorgt. Kubi, dem Autotuningleser aus AUTOTUNING 7/2004 von seinem Golf her bekannt, ließ bei GAS-Luftfahrwerke ein Unikat anfertigen. Rafael Koczy (blau weißer Vento) kümmerte sich um die Abwicklung. Als Basis wurden der 450C Kompressor, die Doppelfaltenbälge und die 20 Liter Edelstahl-Luftbehälter aus dem Standardprogramm verwendet. Die Problematik lag an den Anschlüssen für die Luftbälge, da für den Sharan bis dato nichts Verwendbares gefertigt worden war. Rafael ließ alle notwenigen Adapterplatten drehen und setzte sich mit Koni zwecks Sonderanfertigung von Stoßdämpfern in Verbindung. Sechs lange Wochen stand der Sharan bei GAS, doch die Wartezeit hat sich gelohnt. Der Tanz der Räder kann natürlich per 4-Kanal Fernbedienung gesteuert werden. Bei tiefster Stellung scheint das Auto auf seinen 9 und 11x18 Zoll Artec L Rädern zu kleben. Der Abstand zwischen Schürzen und Asphalt schrumpft auf ein Minimum, vor allem wenn der Befehl zur Männchen-steh-auf-Stellung in extremer Hanglage gegeben wird.

Das Gesicht des Sharans ist das aus dem Seidl Schminktopf stammende des kleinen Bruders Golf IV, das zudem mit eigenen Ideen garniert wurde. Mittels GFK wurden 2 Zenzimeter an Höhe, besser gesagt an Tiefe gewonnen, womit sich auch die mit Streckgitter hinterlegten Rachen vergrößerten. Dia Augen allerdings gehören dem Sharan jüngeren Baujahrs, den Mama Volkswagen mit Xenon-Licht ausstattete.

 

So bitterböse das großmäulige Gesicht, so aalglatt geben sich dezent verbreiterten Flanken und die Heckpartie. Geöffnet wird per Knopfdruck, da neben den Griffen auch die Schlösser verschwunden sind. Auch Seitenleisten und Logos fielen durch das Sieb des Customizings.

Dafür wuchsen dem Sharan Mercedes Sprinter Lufteinlässe im rechten Kotflügel.

Der Clou sind zweifelsohne die Heckleuchten des Mazda 6 Kombis. Die beiden Hälften in der Heckklappe wurden mitsamt dem umgebenden Blech eingeschweißt, wobei natürlich das Festlegen der exakten Position eines der schwierigsten Themen am gesamten Konzept des Sharans war.

Die Höhe zu den Eckleuchten musste übereinstimmen, wobei erst bei genauem Hinsehen ein Versatz um wenige Millimeter sichtbar wird. Der kleine Spalt am oberen Abschluß beweist nur, dass Sharan und Mazda 6 nicht hundertprozentig übereinstimmende Rundung besitzen. Auch in Prag scheint es mit der Ausgabe von kleinen Kfz-Schildern nicht allzu weit her zu sein, obwohl die Lettern locker in ein kleineres Schild gepasst hätten.

Deutlich sichtbar überragt das Kuchenblech die selbst gebaute Aussparung. Der Heckabschluss ist wieder Golf IV, stammt wieder von Seidl und wurde wieder von Kubi auf Sharan Maße getrimmt.

So hatte Mechaniker "Kubi" den Sharan gar nicht geplant, als er ihn im Jahr 2000 auf dem Gebrauchtwagenmarkt erstand. Zunächst fiel ihm unangenehm auf, dass der 110 PS starke TDI nicht die ganz große Wurst vom Teller zog. Doch die in Wagenfarbe lackierte Motorabdeckung des Touareg V10 verspricht mehr, als es der 1,9 Liter Turbodiesel halten kann. Immerhin summieren sich Chiptuning von MTM und ein Pop off Ventil zu ungefähr 135 PS.

Kubi gefällt das Design des Autos, nicht die 7 Sitze. Nachdem die zweite Sitzreihe rausgeworfen wurde und anstatt der dritten Reihe schöne Einzelsitze gefunden worden waren, kam die Ausstattung des Innenraums ins rollen. Während ein Sattler sich um den Bezug mit Volvo Leder kümmerte, legte Kubi den Boden mit Riffelblech aus und brachte Kleinteile zum Chrombedampfen.

Was in diesem Innenraum nicht mit Leder oder Chrom überzogen wurde, trägt zumindest die Wagenfarbe. Die Akustik hält das was die Optik verspricht. Die Rückbänkler räkeln sich im Zentrum des Focal Dreiwegesystems und werden von dem in den Türen installierten Dreiwegesystem beschossen.

Einen Bildschirm haben allerdings nur die Fondpassagiere, was jecoch kubi in seinen nächsten Gang aufbessern wird. Ziemlich unauffällig sitzt ein wichtiges Instrument unterhalb des Monitors. PSI – der Druckmesser für die Kompressoren der des German Airride Systems.

Bei Treffen bewegt sich der Zeiger des Druckmesser nicht selten immer wieder auf die Null zu, da ständige Vorführungen die Ungläubigen erst vom fliegenden Teppich überzeugen müssen.

schnell ein gif gebastelt - da wackelt der ganze Hintergrund mit :-))

FACTS:
TYP:
VW Sharan, Baujahr 1998
MOTOR:
1,9 TDI Vierzylinder, MTM Chiptuning, Pop off Ventil, Touareg V10 TDi Motorabdeckung,
RÄDER:
Artec L mit Continental Conti Sport
VA: 9x18 Zoll ET 30 mit 235/40ZR 18
HA: 11x18 Zoll ET25 mit 275/35ZR 18
FAHRWERK:
GAS Luftfahrwerk mit VIAIR 450c Kompressor, 20 Liter Edelstahl-Luftbehälter, Koni-Dämpfer Einzelanfertigung
AUSPUFF:
Serie, Endrohre versteckt
SPOILER:
Modifizierte Seidl Golf IV Front- und Heckschürzen
INTERIEUR:
Komplett in Bicolor, Alcantara Leder von Volvo (Curry und blau), Blenden in Wagenfarbe lackiert, Türgriffe verchromt, Riffelblechmatten chrombedampft, Rhoson Radio mit CD und DVD, TV Monitor in Mittelkonsole, Woofergehäuse mit 2 Focal 30er Subwoofer, JBL 2-Wegesystem in vorderen Türen, Canton 3-Wegesystem in hinteren Türen, 2 JBL und eine Pyle Endstufe
EXTRAS:
Xenon Scheinwerfer Modellpflege BJ. 2000, Grill Eigenbau, Luftschlitze Mercedes Sprinter Turbo, Schlösser gecleant, Mazda 6 Kombi Heckleuchten, Nummernschildeinbuchtung Eigenbau, keine Türgriffe, Seitenteile um 4cm, Kotflügel um 2 cm gezogen,
DANKE AN:
Rafael, Miky

michael kolb für Autotuning 4/2005

 
 
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