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 mit Luft und Liebe

2. VW-Porsche Oldtimer-Treffen für luftgekühlte Fahrzeuge in Heiligenstadt am 20. August

Keine Frage, es ist bemerkenswert, was der „Eisverkäufer“ Horst Krämer und seine Mannschaft in der Fränkischen Schweiz auf die Beine stellen. Bevor du von der Nordseite aus in den Markt Heiligenstadt hereingebrochen kommst, solltest du den Bremsfallschirm ausgefahren haben. Bereits um 11 Uhr blockierte der Besucheransturm die Seitenstreifen des Ortseingangs. Die direkt am Ortsschild gelegenen Parkflächen gehörten denjenigen, die sich der Luft aus diversen Wolfsburger und Zuffenhausener Fahrzeugen verschrieben haben. Das zweite Treffen toppte das erste. Mehr als die 200 angemeldeten Autos wären in den Parkbuchten und der gegenüberliegenden Wiese kaum unterzubringen. Das „Luftgekühlte“ wird wie ein kleines Volksfest gefeiert. Die Bierbänke sind durchgehend besetzt und die Schlange vor dem Bratwurst- und Bierstand scheint nie abzureißen.

Es ist halt Deutscher Kult. Einerseits ist es der VW Typ 1, der nach dem Wehrmachts-VW als Volkswagen Standard Modell im Jahr 1946 seine Karriere begann. Man nennt ihn „Käfer“ und die krabbelten in Massen durch die Gassen des Treffens. Meist original, manchmal verspielt, seltener als Ratte oder als getunte Wildsau. Der Käfer war im Prinzip das erste Tuningcar Deutschlands, nur das man „tunen“ vor über 40 Jahren „frisieren“ nannte. Besonders gut erhaltene Originale oder orginell veredelte Käfer, in Heiligenstadt standen sie und der geräumige Bruder der Transporter T1 bis T3  in Reih und Glied. Es gibt wenige Tage im Jahr, an denen die 356er aus ihren Nestern herausgekrochen kommen. Der 20 August war so einer. Die Krönung des Treffens zwecks Typenkunde wäre natürlich die Aufstellung nach Typen, was auf Grund des ziemlich begrenzten Raumes nicht möglich ist. Trotzdem gelang es mehreren Karmann Ghia sich zusammenzustellen, wobei die im August 1969 getroffene Modellpflegemaßnahme von runden Blinker auf rechteckigen Blinkern auffällt. Allerdings fiel auch bei diesem Treffen auf, dass einige Luftis wohl so gut wie ausgestorben sind. Ich erinnere mich an die „Traurige Lösung“, den VW 1600 TL Fließheck oder den spektakulären Nasenbär 411/412, letzterer ein flacher Boxer mit bis zu 85 PS und als E und LE mit Bosch Injektion. Diese Exoten waren leider nicht anwesend.

Interessante Autos wurden von Veranstalter Horst Krämer (rechts) persönlich vorgestellt. Auch der Bürgermeister des Marktes ließ es sich nicht nehmen, einige Grußworte an die luftgekühlten Besucher zu richten. Genauso attraktiv wie die angemeldeten Teilnehmer war der mobile Besucherstrom, den man sehr gut vom Straßenrand aus betrachten konnte. Cruising durch Heiligenstadt. Old und Youngtimer Deutscher Herkunft, exotische Briten und Italiener ließen von sich hören und sehen. Sogar ein exotischer Japaner parkte am Straßenrand – nämlich meiner J Also werfen wir einen Blick an die Front:

ich kam gerade rechtzeitig zur Abfahrt des Konvois durch die Fränkische - an der Front ein Karmann Ghia mit rechteckigen Blinkern und US-Stoßstangen (ab August 1969)

die "Weltkugel" (Taunus 12M der Baujahre 52-59) schmuggelte sich in den Konvoi. Der 12M mit geteiltem Chromgrill müsste laut Oswald (1945-1990 Seite 364) ein 1957er Baujahr sein

Porsche-Treffen auf der Wiese - an den 997er schließ sich eine Armada an 964ern an

die wahrscheinlich schönste Art einen offenen VW zu fahren

Der BMW LS Luxus ist im Prinzip der BMW 700 mit längerem Radstand (2280 anstatt 2120 mm)  

hat einen 2 Zylinder Boxer mit 697ccm im Heck

Hofer Herbie mit der legendären 53

die Käferfreunde Frankenwald brachten einen Variant mit

die 356er Serien wurden bis 1965 gebaut

Rometsch Umbau zum Taxi-Viertürer von 1953

52er Ovali mit Brezelfenster ab Werk?

ich hab bei Oswald nachgeschaut: der Ovali wurde laut Typengeschichte 1945-1975 ab August 1953 eingeführt (in der überarbeiteten Version 1945 - 1990 von 2003 ab 10. März 1953) und nun versteh ich nicht, warum eine 52er Brezel als Ovali bezeichnet wird

Nachtrag des Besitzers: Das ist ein Zwitter. Er ist innen schon ein Ovali mit nur einem Handschuhfach und hat in den Türen Ausstellfenster. Er hat einen Tank mit kleinem Tankstutzen. Der Tacho ist hinter dem Lenkrad. Also alles wie in einem Ovali , halt nur mit einem "Brezelfenster" .Dieser Bastard wurde nur gebaut, weil der Zulieferer erst ab März 53 die ovale Scheibe liefern konnte. Es wird daher oft behauptet, das Fenster ist nachträglich eingebaut worden, das ist aber original ab Werk. Es wurden ca. 85000 Stück gebaut, davon haben sehr wenige überlebt, ohne umgebaut zu werden.

(Anm. d. Red: Modellpflegemaßnahmen siehe Oswald Band 3 1945-90 Seite 15 ab Oktober 1952:)

54er Ratte

mit 1500er Motor und 44+ PS (laut Besitzer-Datenblatt)

Stilbruch: neumodisches Schuhwerk bei Oldtimertreffen

total verspielter Kundenrückläufer des Autohaus Heil aus Kirchaich

Ghia mit Geschichte (ebenfalls vom Autohaus Heil)

den hab ich zum letztenmal beim VW Treffen in Eschenbach 2000 gesehen: FO-X4 mit Topchop

Achtong - jetzt kommt ein Pongtong! Mercedes Ponton im Superzustand - laut Typenschild ein 180 Typ W120

exotische Schönheit am Straßenrand: Lancia Flaminia Super Sport

schönes Themenauto: Bundeswehr Käfer mit "Ausrüstung"

mann, war der laut!

garantiert nicht tiefergelegt

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