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 Sewastopol 2008

.. am Vorstart zur 37. Sewastopol, der Winter-Nacht-Fahrt des MSC Helmbrechts e.V.

„Unwetterwarnung für den Landkreis Hof“, orakelt es halbstündlich aus dem lokalen Radiosender. Die gut gemeinten Radschläge der Moderatoren würden uns am liebsten alle ans Kanapee fesseln. Auto stehen lassen, daheim bleiben, mit dem Hund kuscheln oder die Freundin verführen. Draußen herrschen Schnee, Eis, Minusgrade, beste Vorrausetzungen für eine spannende Winter-Nacht-Fahrt also. Doch während es im Nordöstlichen Teil des Landkreises bereits dicke Flocken schneit, prasselt in Helmbrechts gnadenloser Regen auf die Autodächer. Fluchen über das Wetter vermischt sich mit den guten Neujahrswünschen „a gsunds Neues – Scheiß Wetter – wie geht’s denn so?“. Die Beliebtheit dieser Veranstaltung beruht wahrscheinlich auf der Tatsache, dass man nach den Tagen endlich mal wieder raus aus dem Haus darf und mit Kumpels ein Ding drehen kann. Ein gewagtes Ding auf eisig verschneiten Straßen und nicht selten in alten Böcken, denen Begriffe wie ABS oder ASR so fremd sind, wie einem …   *selbst ausdenken*.

Zum ersten Mal seit vielen Jahren sammeln sich die Teilnehmer wieder in Helmbrechts am und im Schützenhaus, nicht im Schützenhaus in Wüstenselbitz, in dem ein Pächterwechsel stattgefunden hat. Vergleicht man die Autos über die Jahre hinweg, überwiegt die Anzahl der Stamm-Teilnehmer: „Sewastopol ist Pflicht“. Ich persönlich habe die Fahrt zweimal als Co-Pilot mitgemacht. Ehrlich gesagt, Strecken an Hand von Pfeilen zu identifizieren ist nicht mein Ding. Ich greife doch lieber zur Kamera um Leute und Autos abzulichten. Hier einige Bilder vom Vorstart (Der Start erfolgte in Töpen). Der Streckenbericht meines Kollegen Gerd Plietsch folgt

Treffpunkt Schützenhaus Helmbrechts

winterliche Sewastopol-Stimmung unterm Laternenbaum

um 15:00 waren die meisten Teilnehmer bereits eingetroffen

schnell noch a gsunds Neues

kurzer Einblender für Toyota-Fans - Klick auf Bild verlinkt zu Bill Herpichs Toyota-Sammlung

Volles Haus zur Fahrerbesprechung ..

Blitzerwarnung inklusive

eine der weitesten Anreisen: BMW E30 aus dem Emsland

wie man sieht, hat die Sewastopol auch hessische Fans

Heimspiel für den Lichterzwerg

 wenn man mit einem Derby rückwärts gegen eine Wand fährt, wird ein Polo draus (keine Protest-eMails bitte, íssnur ein billiger Scherz aus alten Tagen)

Lancia Delta Integrale und Toyota Celica GT Four - vor 15 Jahren in der WRC unerbittliche Gegner

mit diesem Schiff geht mehr als nur Sewastopol

der Corsa vom Performance Team Erbendorf leitet über zur Ausschreibung des 2. Opeltreffens in Erbendorf am 7.9.08 (Klick)

Auch der Celica T16  in der 4x4 Kampfversion ist ein ehemaliger WRC-Gewinner

Kadett C - der Unverwüstliche

die Wartezeit im Saal wurde mit extreme-Karten-Spieling verkürzt ..

oder mit extreme-Arme-Verschränking  

.. oder mit extreme-Gemüse-Platten-Eating (oder was das Grün-Rot auf dem Teller auch immer sein mag)

immer guter Laune, meine Kumpels vom Celica Club Oberfranken - Stefan, Otto und Thomas

Thomas und sein Co Günter wurden Zweiter bei den "Frontler bis 1400" im Faltdach-Starlet

Gerd Plietsch (links) begleitete die Fahrt mit seiner Kamera

Der Lancia Heiko gab wieder alles

ab jetzt ... die Zeit läuft

im Minutentakt verließen die Teams den Vorstart

hübsche rehbraune Augen in freudiger Erwartung auf das Umspringen des Sekundenzeigers

die Drei von der Tankstelle hatten alle Hände voll zu tun, bis sich die Meute aus dem Saal abgeseilt hatte

Fotos vom Vorstart waren wegen des Regens kaum möglich

leider ersoff mit dem Wetter mein Plan, einige Teams und ihre Autos in einem Kurzportrait vorzustellen

noch ein Blick aus dem Fenster im Schützenhaus

auf gehts Stefan!

„Es war die anspruchvollste Sewastopol der letzten Jahre“ berichtete mir Stefan am nächsten Morgen. Die Kontrollpunkte lagen im nördlichen Landkreis Hof und im südlichen Landkreis Saale-Orla - es war sozusagen eine Fränkisch-Thüringsche Grenzlandfahrt. Spiegelglatte Passagen, teilweise Schneewehen, doch vor allem der ständig wechselnde Straßenbelag sorgten nicht nur für Abwechslung. Der rote Schneider-Lancia  soll mit Vorderachsschaden ausgeschieden sein. Ein Defender blieb auf dem Dach liegen.

laut Infos meiner "Spione" müssten das die beiden Unfallopfer sein

Klick auf Fiesta verlinkt (Auswertung ist veröffentlicht)

Glückwunsch an das Team Thiel/Ludwig (29) vom AMC Naila für den Gesamtsieg mit nur 2 Strafpunkten

mk 06-01-08

Feedback:

Hallo Michl,
 
herzlichen Dank für das Kompliment zu "meinen hübschen rehbraunen Augen"! Hat mich sehr gefreut!
Die freudige Erwartung, mit der ich auf das Umspringen des Uhrzeigers gewartet habe, schlug nach Zielankunft in richtige Freude über, da wir alles unbeschadet überstanden und ein recht gutes Gefühl in Bezug auf die Lösung der Aufgaben hatten. Getoppt wurde die Freude dann nach Aushang der Ergebnisse, wo das was wir vermutet hatten, sich bestätigte!
 
Motorsportliche (und immer noch freudig erregete) Grüße aus dem Rhein-Main-Gebiet,
Heike (Startnummer 22)

Hier der Bericht von Gerd Plietsch

Doppelsieg für Nailaer AMC:

 Thiel/Ludwig gewinnen 37. Winter-Nacht-Orientierungsfahrt Sewastopol vor ihren Vereinskameraden Nestor/Morgenstern

 (gpp) Daran hätte ihr leider viel zu früh verstorbener Vereinschef Klaus Albert seine helle Freude gehabt: zwei Teams seines AMC Naila – Michael Thiel und Jochen Ludwig mit ganzen zwei Strafpunkten vor Steffen Nestor und Frank Morgenstern mit zwölf Punkten – feiern bei der prestigeträchtigsten Motorsport-Veranstaltung des gesamten Jahres einen beeindruckenden Doppelsieg!

In den goldenen siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrtausends richtete sich das Hauptaugenmerk der nord-ost-oberfränkischen Motorsportler zu Weihnachten in der Hauptsache darauf, die Ausschreibung der neuen „Sewastopol“ unter dem Weihnachtsbaum vorzufinden. An den weiteren Feiertagen und in der Zeit zwischen den Jahren galt es dann, die einzusetzenden Fahrzeuge mittels Schaufel, Schneeketten, einem beleuchteten Tripmaster und einer guten Leselampe für den winterlichen Einsatz auf- und vorzubereiten. Doch seitdem der ehemals audianische Vorsprung mittels Quattro-Technik inzwischen weltweite Verbreitung gefunden hat, stehen allradgetriebene Fahrzeuge gleich mehrfach, in den unterschiedlichsten Ausführungen und vor allem jederzeit einsatzbereit vor und hinter den allerdings meist immer schneefreier werdenden Garagen-Türen. Und seit der Einführung des Internets ist die Starterliste der „Sewastopol“ schon kurz nach ihrer Öffnung bereits wegen Überfüllung wieder geschlossen – und das lange vor dem Weihnachtsfest! Es scheint heutzutage also eigentlich nichts mehr so wie früher....

Und doch müssen die Beifahrer nach wie vor auf kleinen Kartenausschnitten wahllos verteilt scheinende, größere und kleinere Pfeile zu einer „logischen Strecke“ verbinden und sich diese in der Natur „erfahren“; die Fahrer dürfen dabei die an der Originalstrecke aufgestellten „stummen Kontrollen“ (oder „Baumaffen“) nicht übersehen und beide gemeinsam sollen sie auch noch zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten (Zeitkontrollen) sein! Dass dies alles bei Nacht und (oftmals) Nebel, und hin und wieder sogar bei etwas Schnee stattfindet, macht die ganze Angelegenheit jedoch wie ehedem: herausfordernd interessant und unabwägbar abenteuerlich.

Die 2008´er Auflage (die mittlerweile 37. Ausgabe dieser Traditions-Veranstaltung) machte da keine Ausnahme, der neue (alte) Startort und das dazugehörende Lokal im ehemaligen Helmbrechtser Schützenhaus platzte schon vorab aufgrund der 116 Teilnehmer, unter denen sich erneut 21 Nachwuchs-Teams in der so genannten „Light“-Klasse tummelten, wie gewohnt aus allen Nähten. Dass es später an einzelnen Kontrollstellen (und hin und wieder auch auf der Strecke) zu „Stau´s“ kam, wird wohl niemand wirklich überraschen. Vor allem auch deshalb, weil sich „rechtzeitig“ zum (Vor-)Start um 16:45 Uhr Eisregen und Schneefall eingestellt hatte, der die Teams während der gesamten, zwar eigentlich nur 3 Stunden und 54 Minuten - dauern dürfenden - Veranstaltung begleitete. Dass etliche Teilnehmer mit dieser Zeitvorgabe nicht auskamen – ja sogar die zusätzliche, einstündige Karenzzeit überschritten und damit gänzlich durch bzw. aus dem Wertungs-Rost fielen – war und ist in allen „Sewastopol“-Jahren eine hingenommene Tatsache und dient den Betroffenen nicht nur zur Lehre, sondern mitunter auch zur Legendenbildung!

96 Teams, von denen nicht wenige aus fast der gesamten Bundesrepublik angereist waren, erreichten das Ziel schließlich in Wertung, und erneut machten den Sieg die langjährigen „Sewastopol“-Profis unter sich aus: Thiel/Ludwig (gewannen schon 2004, und waren 2003 und 2001 Dritte) hatten lediglich zwei Strafminuten kassiert, ihre Vereinskameraden vom AMC Naila, Nestor/Morgenstern, (siegten 2002 und 2003 und waren 2000 und 2005 jeweils Zweite) hatten ganze Strafpunkte hinzunehmen; und auch die mit 25 Strafpunkten belegten Hillebrand/Breiter vom MSC Fränk. Schweiz können auf eine erfolgreiche „Sewastopol“-Historie zurückblicken: nämlich Sieger 2007 und 2005!

 ERGEBNISSE (Gesamtwertung): 1. (Klassensieger heckgetr. Fahrzeuge) Thiel/Ludwig, 2 Strafpunkte; 2. Nestor/Morgenstern, beide AMC Naila, 12; 3. Hillebrand/Breiter, MSC Fränk. Schweiz, 25; 4. Helmreich/Neubauer, MC Lauf, 31; 5. (Klassensieger frontgetr. Fahrzeuge bis 1400 ccm) Kroner/Schneider, AMC Coburg, 33; 6. Reuter/Reuter, ADAC-OC Königstein; 35; 7. (Klassensieger frontgetr. Fahrzeuge über 1400 ccm) Schütz/Schmidt, MSC Münchberg/AC Hof, 37; 8. Eitner/Eitner, MSC Höchstädt, 38; 9. Hoffmann/Hoffmann, Soli Neuhaus, 40; 10. (Klassensieger allradgetr. Fahrzeuge) Ackermann/Weber, BMW 02 Club, 43.

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