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 customized fun

4. Custom & Drag Show der Customizers East e.V. vom 27. Juni

crisis, what crisis? Ist doch alles nur Spaß! Spaß für Auge, Ohr und Nase. Niemand interessiert irgendeine Krise. Niemand interessiert es, wie viel Sprit den mächtigen Holley und Weber Vergaserfabriken eingeflösst wird. Man muss es sehen. Man muss es riechen. Man muss es hören. Man muss es fühlen. Über 2500 Besucher stehen an der Startbahn, traben zwischen Heckflossen und Chromgrills, genießen den sonnig, wolkigen Tag. Die Regenschauer machen einen großen Bogen um Helmbrechts, schicken nur ein paar keine Tröpfchen in die Textilstadt am Rande des Frankenwalds. Ich wundere mich. Ich wundere mich immer wieder, wie viel mir unbekannte Autos aus meiner direkten Nachbarschaft zu dieser Veranstaltung aus ihren Löchern gekrochen kommen. Im Show & Shine Bereich stehen aus historische Sicht gesehen sensationelle Fahrzeuge. Die Achtelmeile, ein Show-Wettbewerb, der zu keiner nationalen oder gar internationalen Wertung zählt, dient lediglich der Unterhaltung. Die Aussteller aus dem Dragster Bereich zeigen, was in der Champions Leaque der Top Fuel möglich ist. Kurzum, es ist eine Super-Show, die an diesem Tag in Helmbrechts abläuft.

Bad boys with bad toys. Freilich bindet die „Meile“ die meisten Zuschauer. Sogar mehr als Bier- und Bratwurststand zusammen, in denen zumindest während den Rennpausen Höchstleistung angesagt ist. Auf dem Asphalt der Start- und Landebahn des Segelflugplatz Helmbrechts treffen sich 72 Starter zum Showdown. Alle Autos fahren in einer Klasse. Die Motorräder werden eingeteilt in Harley/Buell und nicht Harley, also sonstige Bikes. Das Duell 26er Ford Roadster gegen 28er Ford Model A begeistert vom ersten Qualifikationslauf bis zum finalen Showdown. Der Quali-Favorit, ein gelber Käfer mit gepushter 2,4 Liter Typ 1 Maschine und Auspuffrohr länger als jede Haschischpfeife zu jener Zeit, scheitert am späteren Sieger, dem bitterböse rattigen 28er Model A. Big Block Mike aus Nürnberg kämpft sich mit seinem Ford ins Halbfinale, wo er den Publikumsliebling Waldi aus Frankfurt um wenige 100tel Sekunden besiegt. Wer ist Waldi und was fährt er? Waldi fährt ein Mercedes Taxi 250/8 des Typs W114. Und warum qualmen die Reifen des über 35 Jahre alten Strichachter-Benz beim Start? Waldi hat die 8-Zylinder 5,6 Liter SEC-Maschine der bis 1991 produzierten S-Klasse (W126) in den Motorraum des letzten „aufrechten“ Benz hineingequetscht.

Zum Vereinsnamen: „customizers east“ bestehen seit 1982, also bereits 7 Jahre vor der Wende. East bedeutet hier Ost für Ost-Oberfranken, was später wiederum in das Kunstwort „Hochfranken“ umgewandelt wurde. Den Vereinsnamen haben die „customizers east“ trotzdem behalten. „customizers highfrankonia“ oder „customizers highfranky“ täten ja auch ziemlich dämlich klingen. Apropos East: Wenn ihr am Abend des 8. August Zeit habt, schaut mal im Messezentrum Chemnitz zur Tuningemotion@night vorbei. Ist ja nur knapp über ne Stunde Fahrzeit ab Hof. Solange braucht ihr am Freitag nachmittag von Naaala bis nach Kotza. "Bigblock"-Mike hat zugesagt. Ex-Dea-Manta Mike hat auch zugesagt.

Ohren und Nasen wurden ordentlich bedient

Wie von einem anderen Stern: im Strichachter-Taxi nach Helmbrechts ...

.. in Elfenbein-Lackierung, dezent tiefergelegt und mit zeitgenössischen RIAL-Felgen - also alles ziemlich normal ..

.. außer dem puren Rock`n Roll unter der Haube: 8-Zylinder 5,6 Liter aus einem W126 SEC

Mike & Waldi vor ihrem Showdown ...

.. bei dem der Taxi-Stern zunächst in Führung lag, aber auf der Ziellinie um wenige Augenzwinkern abgefangen wurde (wahrscheinlich war der Luftwiderstand des Taxi-Schilds  Schuld :-))

Klick auf Bild für Bildschirmposter

Die Achsen des Bösen lauern im Hintergrund - die Endstation des Quali-Siegers. Der Käfer galt als Favorit der "Meile"

muscles in the dust

Der 68er Dodge Coronet, ein 400 PS starkes „muscle car“ musste sich dem 26er Ford Roadster beugen

Showdown: der 26er Ford Roadster mit 330er Chrysler Hemi wurde vom 28er Ford A mit 383 Chevy Smallblock abgefangen

Blown Duster der customizers east - nur die Außenhaut entspricht dem Plymouth Duster

die X4-Turbo mit der Startnummer 76 gewann den Endlauf zur Bikes - die Sieger-Listen werden von den Customizers veröffentlicht

mehr als den Wheelie-Ansatz des fast Absturzes hab ich leider nicht auf Karte - war ich zu langsam

fox on the run! Alter schützt vor „Meile“ nicht: Eine wunderschöne NSU Fox mit „adäquater Bordbesatzung“

ohne sie wäre Frankens US-Car Szene nicht nur um zwei hübsche blaue Augen ärmer  

Müsste ich ein Casting für einen „Straßenfilm“ machen, wärst du mit dabei!

Im gleichen Augenblick hat ein 73er Bowie mein Gedächtnis überfallen: the prettiest star (Klick)

die ultimative Rock`n Roll Frisur aus dem Windkanal (freilich kam der Wind von hinten). Welcher Rock`n Roll  für dieses Bild? Bin noch am überlegen ...

Optisch ein Beach Boy aus Kalifornien. Im richtigen Leben der Hansi aus Selb. Er bekommt von mir den Link --> Surfin USA

Fahrer und Auto verschmelzen zu einer Einheit - that´s Rock`n Roll pur - wenn auch der Ford Roadster mindestens um 20 Jahre älter ist als Bill Haleys "Rock around the clock"

Rock`n Roll ist ja eigentlich ein Slang aus den Südstaaten, der nichts anderes bedeutet als "Vögeln bis zum Abwinken". Klick auf Bild verlinkt zu einer Tanz-Szene aus dem 41er Film Hellzapoppin. Swing ist die Wurzel der Rock`n Roll Music, genauso wie die Hot Rods der Alkoholschmuggler während der Prohibition der Urspung aller Tuningcars sind (gebt euch die 5 Minuten Swing-Dance)

Mit dem Bild des HHR verlinke ich zur Chicago Motor Show 2007, bei der der HHR in verschiedenen Tuningversionen vorgestellt wurde. Leider hat es der HHR in Europa nicht geschafft, ein Szene-Auto zu werden. Ich mag ihn. Vielleicht wäre er als Opel *irgendwas* mit einem starken Ecotec oder OPC-Motor ein Erfolg geworden. Schade, dass mein Einfluss bei GM einer Ameise im Elefantenarsch glich :-))

gerne trete ich die Wette an, dass kein Freier Journalist seit 1998 mehr über Opel in der Szene geschrieben hat, als ich für Opel Club&Trend, Opel Tuning und Opel Scene Flash. Der aktuelle Auftritt von Buckis Commkord scheitert am Tod der Opel Tuning

mein erster Treffenartikel in einem Scene-Magazin hieß "customzed rain" (Franken Vanner Behringersmühle erschien in Chrom & Flammen 4/1996). Der gechoppte Volvo Amazon war damals mit dabei.

Gerne greife ich nochmals in meine persönliche Historien-Kiste: ein von Reinhard restaurierter Ford F100 war mein erster Auftritt in der Ford Drive Ausgabe 2/1997 (mit naggerten Hinterteilen auf der Ladefläche - fotografiert auf dem Schrottplatz in Wurlitz)

ich bin kein Kenner von Motorrädern. Ich kann nur bestätigen, dass sich viel Chrom zu Chrom gesellte

Einer der one-hit-wonder Gruppen der 60ies waren die Renegades: Immer wenn ich einen Cadillac sehe, denke ich an … (Klick).  Angenehm bei solchen Treffen ist die Musik, die spielt. Kein BummBumm. Sondern viel Rock`n Roll aus den Fünfzigern, die Sechziger mit Byrds und Steppenwolf, die Siebziger mit AC/DC in dezenter Lautstärke. Krach machen hier nur die Motoren

in der Opel Szene bekannt - der TopChop Kadett C von Markus

mit 2,4 Liter Reihenvierer und Eaton M90 Kompressor - gut für ca. 250 PS bei 0,55er Ladedruck

nach dem 2. Qualilauf lag Markus mit 9,5 Sekunden noch in den Finalrängen, musste aus privaten Gründen die Veranstaltung vorzeitig verlassen. Für ihn rückte das /8er-Taxi nach

bin ich mit dabei

Starion Turbo – Mitsubishis Eintrittskarte in den Club 200 der frühen 80er. Der natürliche Feind meines Celica Supra, dem Nissan 280 ZX und Mazda RX 7

Dieser zweitürige Chevrolet Stationwagon ist kein Nomad, sondern ein „Handyman“ für Vertreter und Handelsreisende, hab ich mir erklären lassen. Dieses Bild gibt Aufschluss über den Sinn und Zweck der Heckflossen: Damit man die Vertreter-Jacke daran aufhängen kann

Chrysler 300 (non-letter-series)  - ein elegantes Auto mit dem südländischen Flair eines Maserati Quattroporte

Vor 35 Jahren, genauer gesagt am 1. Juli 1974, übernahm das Fernmelderegiment 7/32 von der US-Airforce die Radarstellung Doebraberg (rust crowd -> Klick) . Bis zu diesem Wechsel fand auf dem Kasernenparkplatz in Hof ein tägliches „US-Car Treffen“ statt. Der Ford Mach 1 war unter den GIs ein äußerst beliebtes Fahrzeug.  Übrigens: Die heutige Hacienda gegenüber der Kaserne war damals ein Puff namens „Schönblick“, in dem nach der "swing-shift" die Post abging

Dieses Detroiter Duell "alt gegen neu" nutze ich für einem Link zu dem 73er Bowie „Panic in Detroit“. Bei einem Zwischenstopp von Amsterdam kommend wurde ich (vor 3 Jahren) in Detroit bis zum Abwinken gefilzt. Ich hatte einen Apfel in der Hosentasche und die Security meinte wohl, ich trage eine Eierhandgranate spazieren. Als ich demonstrativ den Apfel essen wollte, riss ihn mir die Security aus der Hand und brüllte mich an „it must be destroyed“. Panic in Detroit. Seither hat sich dieser Song bei mir festgefressen.

Klick auf Corvette verlinkt zu meinem 07er Bericht aus dem Museum Volo bei Chicago, dem wahrscheinlich schönsten Museum der Welt

Klick auf Bild verlinkt zur Galerie

wenn Euch der Bericht gefällt, erzählts in den Foren weiter. Danke!

mk 28-06-09

 
 
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