Gallery
 Sewastopol 2011

40. Winter-Nacht-Fahrt des MSC Helmbrechts e.V. vom 8. Januar

Und hätten die weißen Flocken weiterhin die winterlich-weiße Landschaft beglückt, wäre die Jubiläumsfahrt sprichwörtlich in den Schnee gefallen. Bei der Fahrerbesprechung weist Rennleiter Georg Riedel darauf hin, dass die Durchführung tatsächlich am seidenen Faden hing.

 Eigentlich findet die Veranstaltung zwei Tage zu spät statt oder andersherum gesehen, das Tauwetter legte zu früh los. Anstatt in einer romantisch-winterlichen Landschaft über eine geschlossene und somit berechenbare Schneeoberfläche zu fahren, werden die Teilnehmer von Matsch und Eis erwartet. Ein ca. 25 Kilometer langer Abschnitt musste kurzfristig herausgenommen werden. Hauptkommissar Gernot Schuler warnt vor teueren Fotos in der Nacht und fordert Disziplin von den Teilnehmern, damit die 41. Auflage ungefährtet geplant werden kann.

Der Weg vom Vorstart zum regulären Start wird mündlich bekannt gegeben: Die am nächsten liegende Bundesautobahn Richtung Norden bis zur ersten Ausfahrt in einem anderen Bundesland. Die Länder übergreifende Nacht-Orientierungsfahrt kann beginnen. Der Bericht von Gerd Plietsch wird angehängt, sowie eingetroffen

Diese Fahrt schreibt ihre eigene Geschichte. Auch die erste Veranstaltung vor fast 39 Jahren hatte es faustdick im Reifenprofil. Die erste Sewastopol, benannt nach einem Heimkehrer von der Krim, der laut Heimatdichter Otto Knopf ständig von der Stadt Sewastopol schwärmte, fand am 18. November 1972 statt. Originalton Georg Riedel: „Ich höre noch die Worte, wie der Reinhard Schöpf von der Strecke ins Auswertungszimmer stürmte: alles aus, da kommt nie mehr einer durch. Am Ende waren es dann doch noch einige der 28 Teilnehmer, die das Ziel in Helmbrechts erreichten.

Erich Denzler, Urgestein der Sewastopol, kann sich an die 1972er Strecke als Beifahrer von Ottmar Hoffmann in dessen BMW 2002 Tii dran erinnern, das der 02er irgendwo im Schnee stecken geblieben ist. Dennoch reichte es bei der Fahrt durch den ehemaligen Landkreis MÜB (Münchberg) zum 3. Platz in der Gesamtwertung. Das Jahr darauf holte er mit seinem Piloten Wolfgang „Bill“ Herpich den Gesamtsieg, und soweit sich beide erinnern, mit einem Kadett B.

Die damals startenden Fahrzeuge sind heute für Oldtimer-Fans wahre Legenden. Simca 1000 und dessen sportliche Derivate Rallye 1 und Rallye 2. NSU Prinz und dessen sportliche Derivate TT und TTS. Audi 60 und 75, 02er BMW, Escort Mk1, Kadett A und B und freilich die luftgekühlten aus Wolfsburg, hauptsächlich vertreten durch den Käfer. Nie und nimmer hätte mir meine Mutter ihren Simca 1301 Special gegeben, damit ich daran hätte teilnehmen können.

Damals gab es mangels Masse keine Allradklasse. Die wenigen für das Militär bestimmten Fahrzeuge waren nicht der Rede wert. Ein Russe namens Lada Niva machte erst 1976 den Anfang eines bezahlbaren Fahrzeugs mit Allradantrieb. Die Klassen C (Allradgetriebene PKW) und G (Allradgetriebene Geländefahrzeuge) zählen erst in der Neuzeit zum festen Bestandteil

Klick auf Celica zum Bericht von Gerd Plietsch

Nachmittags kurz nach Dreie: Die tiefergelegte Wintersonne beleuchtet das Schützenhaus und den Park Fermé. Und ich begebe mich auf Suche nach den ältesten Fahrzeugen, die zumindest teilweise 40 Jahre Sewastopol gerecht werden könnten ...

Opel Manta A - produziert von 1970 - 1975. Mögen die großen Augen den richtigen Weg gefunden haben

ein später Kadett C City (nach der Modellpflege) des MSC Naila mit ... 

.. mit dieser Inschrift an der A-Säule - Frontantrieb ist Hexenwerk. Dem gilt es nachzugehen

das ist gemäß dem City sozusagen ein Opel-Hexenwerk mit Faltdach

noch ein Corsa-Hexenwerk aus der HO-XO-Hexenküche mit

Hexenwerkzeug auf dem Dach

und ein später Fiesta I - noch vor der unglücklichen Modellpflege

das erste Kadett-Frontantriebs-Hexenwerk

das Anti-Frontantriebs-Hexenwerk Nummer 1: der BMW E30

deshalb: Volle Kanne Sonne auf den BMW

die T3 spielen baujahrsmässig in der gleichen Liga - Links ein Synchro, was uns zu den echten Vierfüsslern überleitet

„Bill“ Herpich war wieder im achtäugigen Celica ST205 unterwegs - die einzige Celica der Veranstaltung. Anscheinend sind alle früheren T16 aus Coburg gestorben

was haben Lancia Delta Integrale und Franz Beckenbauer gemeinsam? Beide sind Lichtgestalten

der Subaru aus Hannover hätte wieder einen Sonderpokal für das "sauberste Auto am Start" verdient gehabt. Ich wette, dass der kurz zuvor in der Waschanlage war

Klar doch, diese Veranstaltung ist ein ElDorado für Audi Quattro

ein Q im Kennzeichen bedeutet: Ich Qhöre dazu

der TT aus Köln signalisiert:  Ich Qhöre auch dazu

.. und so allmählich näherte sich Helmbrechts der Dunkelheit und es wurde Zeit ..

für die Fahrerbesprechung ..

im voll besetzten Schützenhaus

wo vor dem Start kommende Termine besprochen wurden

und man endlich die Stechuhr bedienen konnte

Kamera-gerechte Papierübergabe

.. ich habe sie gebeten, wenn die Stechuhr beim Stechen lustvoll stöhnt, mir ein extrem-freundliches Lächeln zu schenken. Es hat funktioniert.

Klick auf die Mannschaft Thomas Arnold / Erich Denzler leitet direkt zur Ergebnisliste

die Mannschaft Horst Strößenreuther / Dieter Pinzer sah am Ziel nicht mehr ganz so fröhlich aus :-))

www.sewastopol.de

Hinweis: dies ist ein anglisismenfreier Bericht gemäß dem Reinheitsgebot von Verkehrsminister Peter Ramsauer

Tuningcars-Sewastopol-Historie
2010 2009 2008
2007 2006 2005

mk 09-01-2011

 
 
Gerd Plietsch Presse
 
 

Motorsport Termine 2018 (Klick)

 
Kuba
 
 

Kuba Galerien (Klick auf Bild)

 
TEV Car Mediation
 
 

KU-LT ... mehr darüber KL-CK F BLD

 
Schachbrettmégane
 
 

Schachbrett-Albert und sein Mégane sind online