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 Commkord

Rekord C mit Commodore Sixpack

Opel lieferte den Rekord C grundsätzlich mit Vierzylinder-Motoren aus. In den Genuss der Reihensechszylinder kamen nur Kunden, die ihre Unterschrift unter einem Commodore Kaufvertrag setzten. Burghard „Bucky“ Theiss schloss nachträglich die von Opel hinterlassene Lücke.

Fast 30 Jahre fuhr eine Dame mit dem Charmonix-Weißen Rekord 1700 ihrem Rentenalter entgegen. Als Bucky den per Inserat angebotenen Rekord 2001 erwarb, stand ein ungeschweißtes und Service gepflegtes Fahrzeug in annehmbaren Zustand vor ihm. Einige Zierleisten, Eckleisten der Kotflügel und weiteres Kleinzeug hatten sich in Luft aufgelöst. Dank Versorger Peter Senf und seinen europaweiten Kontakten trafen Ersatzteile sogar aus Italien ein. „Smart repair“ verwandelte kleine Beulen in glatte Flächen und Komplettlackierung ermattetes Weiß zurück in den Glanz, wie der beim Händler einst ausgeliefert wurde.

Karosserie weitgehend im Originalzustand, dezente Tieferlegung, stimmige 15 Zoll Chromräder und im Innenraum korrigiertes 60er Flair, lassen sich erste Modifikationen des bei TEV-Tuning arbeitenden Mechanikers zusammenfassen. Schon in frühen Tagen seines Besitzes ersetzten auf dem Flohmarkt geschossene Recaro Kunstledersitze das durchgesessene Gestühl.

 Das 32er Momo Lenkrad entsprang einen Deal mit einem CRX-Piloten und die in der Konsole unterhalb des Radios eingebauten Zusatzinstrumente erfüllen ihren Zweck der Information. Die ehemals im Cockpit mittig platzierte Uhr wanderte zwischen Öltemperatur und Öldruck, weil deren Ausschnitt nun, wie bei der ersten Commo A Serie, von einem mittigen Drehzahlmesser belegt wird

Opel Designer Erhard Schnell hatte sich mit „seinem“ Rekord C gegen den internen Entwurf ohne Hüftschwung durchgesetzt. Der im August 1966 vorgestellte Opel entwickelte sich zu einem der beliebtesten Fahrzeuge auf dem deutschen Markt. Ein halbes Jahr nach dem Rekord C legte Opel mit dem Commodore A den designierten Nachfolger des wenig überzeugenden Rekord B 6 nach, ausschließlich mit Sechszylinder Motoren ausgestattet. Die optischen Unterscheidungsmerkmale beider Karossen sind nur marginal, in erster Linie am Grill und Chromschmuck zu unterscheiden.

 Mit dem Aussehen seines verfeinerten Rekord ging Bucky konform, mit der Lustlosigkeit des 60 PS starken 1,7 Liter Motors nicht mehr. Zwar hatte er vor 5 Jahren noch behauptet, dass die phlegmatische Maschine für den Besuch eines Duzend Treffens pro Jahr ausreicht, doch das schien nun Schnee von gestern. Die Spezifikation des Sechszylinders war ihm egal, Hauptsache Sechs. Ein Anruf bei Wolfgang Dobmeier (WDS-Tuning) in Schnaittenbach brachte in Erfahrung, dass soeben der Commodore B eines Kunden auf 4 Liter umgerüstet wurde. Nach Rücksprache von WDS mit dem Kopfnicken des Kunden war der Transfer des „kleinen Sechszylinders“ beschlossene Sache.

Der Einbau könnte in wenigen Sätzen Satz abgehandelt werden, wenn Rekord und Commodore identische Achsgeometrie besitzen würden. Dem ist nicht so, weshalb die Ölwanne des Sechszylinders auf dem Hauptachsträger aufliegt. Umbau auf die Commodore-Achse kam nicht in Frage, deshalb lautete Buckys Motto: „Nicht verzagen, Peter fragen“. Peter Senf (PS Autoteile) schlug eine Admiral Ölwanne vor, nach wie vor jedoch wollte die Ölwanne partout nicht am Träger vorbei. Es blieb nichts anderes übrig, als auszumessen, zu Flex und Schweißgerät greifen und die Ölwanne passend zusammenschweißen. Das Sumpfloch liegt jetzt weder mittig, noch vorne oder hinten, sondern in dreiviertel Lage.

 Die Kardanwelle des Rekord war zu lang, da das Getriebe wegen des Sechszylinders weiter hinten sitzt. Bucky beschaffte bei Peter eine Welle in der passenden Länge und übernahm den Flansch der Rekord-Welle. Einbau eines längeren Kupplungsseils und die Umrüstung von Gasgestänge auf Seilzug verlangt der Umbau ebenso wie das Aufschneiden der Frontmaske, um den Wasserkühler weiter nach vorne zu versetzen. Letztendlich vermitteln neue Lager und Dichtungen den 2,5 Liter die Form eines drehmomentstarken Triebwerks.

Der Rekord wird im Prinzip nur für Veranstaltungen verwendet. Egal ob bei Opel, markenoffenen oder Oldtimertreffen, die Haube wird stets geöffnet. Selbst die Hardliner des Originalzustands riskieren einen Blick auf den in Wagenfarbe auslackierten Motorraum, den verchromten Details, sowie dem Luftfilter aus dem US-Car Shop. Die Grenzen zwischen Originalzustand und komplett umgebaut schlängeln sich wie ein Flusslauf durch die Szenelandschaft. Der Commkord gehört zu denen, die ihren Platz in der Mitte zwischen beiden Extremen eingenommen haben.

Typ: Opel Rekord C (1968)
Motor:  2,5 Liter Reihensechszylinder (2490 ccm), Zenit 35/40 Register-Fallstromvergaser, US-Luftfilter, Ölwanne Eigenbau
Auspuff: Serie mit Manta B Endtopf und Anschweißrohr
Leistung (max): 115 PS
Kraftübertragung: 4-Gang Schaltgetriebe
Vorderachse:  Doppelquerlenker, Schraubenfedern, Drehstab-Stabilisator
Hinterachse: Starrachse, Längslenker, Panhardstab
Fahrwerk:  Jamex Federn für Manta A (va), Mercedes W123 (ha), Spax Dämpfer 12-fach härteverstellbar
Felgen (Herst./Größe):  Power Tech/ 7x15 ET3 (va), 8x15 ET 15 (ha)
Bereifung (Herst./Größe): Pirelli/ 195/50x15, 225/50x15
Bremsen(vo/hi): Scheiben (238 mm)/Trommeln (230 mm), Manta B GT/E  Bremskraftverstärker
Weitere Extras:  Kardanwelle modifiziert,
Interieur: Recaro Kunstledersitze (Golf GTI), 32er Momo Lenkrad, Pemas Drehzahlmesser, Zusatzinstrumente unter Mittelkonsole, Jom Alupedale
ICE: Microstar Radio mit CD-Player, NoName Verstärker, Magnat Lautsprecher

Buckys Commkord ist zu verkaufen. Preis Verhandlungssache. Kontakt 0160 8142170

mk 05-09-13

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