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 Schwarz. Gelb. Weber.

C Coupé Modellpflege in den Farben des ersten GT/E

„Es gibt nichts besseres als C Coupé“ . Marcus Sendelbeck isat vom Opel Kadett C Coupé fasziniert. Warum der Kfz-Mechaniker und Vorstand vom Blitz-Team-Franken diesen Opel als sein persönliches Nonplusultra hält, wird beim Lesen dieser Geschichte nachvollziehbar. Die optische Besonderheit seines 78er „Blinker oben“ Coupés ist die Lackierung des originalen GT/E „Blinker unten“.

Fast 10 Jahre Slalomsport hinterlassen halt ihre Spuren. Dank Michael Götz, auf dessen 2,4 Liter C-Coupé Marcus Slalom fahren durfte, packte ihn das C-Coupé-Fieber. Gegen Michael und andere fränkische Größen wie Günter Fertig, Thomas Ochs, sowie dem verstorbenen Freddy Schütz, balgte er sich um Bestzeiten durch die Pylonenstraße. Nicht selten auf dem Treppchen im Regionalpokal Oberfranken, standen ebenso Läufe um die Deutsche Meisterschaft an.

Den Anfang seiner automobilen Karriere startet Marcus mit einem 45 PS schwachen Opel Corsa B. Viele weitere Blitze folgten, wobei er bei einem Kadett E Cabrio 16V hängen blieb, in dessen  Besitz er heute noch ist. Nach unzähligen Besichtigungen verschiedenster C-Coupes über mehrere Jahre hinweg, war die Gelegenheit gelb und günstig. Des Verkäufers Frau lästerte über das teilrestaurierte  Coupé, dessen ziemlich miese Ebay Lackierung wahrlich kein Augenschmaus war. „Zum Glück standen nur wenige  Schweißarbeiten an“, erinnert sich Marcus, was nicht bedeutet, dass die Restauration ein Zuckerschlecken war.

Dem Einschweißen der Verstärkungsplatten für den Käfig folgte die lästige Arbeit: Das Entlacken der Karosserie entpuppte sich als mühseliger Kampf gegen den Altlack. Wegen der spritzverzinkten Karosse  vermied Marcus Sandstrahlen und musste wohl oder übel zur Handarbeit mit Schleifpapier und Abkratz-Spachtel greifen. Nach ungezählten Stunden war es endlich soweit, um die angenehmen Dinge anzugehen. Um die Linie der Farbentrennung exakt zu bestimmen, orientierte sich Marcus am 1000er C-Coupé von Robert Hochmuth. Die Lackierung mit allen Vorarbeiten übernahm Schwager Konna in den Originalfarben der GT/E-Jahrgänge 75-77. Der Kadett GT/E Coupé mit dem 105 PS starken 1,9 Liter Motor erschien im August 1975 in zweifarbiger Kampflackierung: Unten Schwarz, oben Gelb – so sollte sein Coupé auch aussehen.

Nach der gelungenen Lackierung ging es an die Komplettierung der Karosserie, die seltenen Ausstellfenster und der neue Lederhimmel hielten Einzug. Die Elektrik wurde überarbeitet, der Kabelstrang in Eigenregie angefertigt und „aufgeräumt“ verbaut. Auch das Interieur entspricht einem Volkssportler. Nachdem das Slalomfahrzeug von Michael Götz mit Vollkäfig ausgerüstet worden war, konnte Marcus dessen Haiko Käfig übernehmen. Keine Frage, das Gestühl des Manta B 400 macht auch im Coupé Laune.

Marcus wichtigstes Kaufargument sitzt im Motorraum. Der 2,4 Liter CIH mit 45 Weber DCOE-Doppelvergaser ist direkt bei Risse konfiguriert worden und leistete nachweißbare 185 Pferde. Dieser ist von Robert Beimel und Marcus noch einmal, mit einer asymetrischen dbilas Nockenwelle und Schrick Ventilfedern überarbeitet worden, damit hat man die 200 PS Marke geknackt

Das 5-Gang Getrag hat Marcus bereits gegen ein ZF-Getriebe getauscht, da dies im Alltag besser mit der 318er Übersetzung und der  40%iger Sperre zusammenarbeitet. Um mit dem C-Coupé ernsthaft Slalom zu betreiben, müsste er auf eine kurze 475er Achse umrüsten. Mit der aktuellen 318er Achse wären Historische Bergrennen durchaus machbar, doch davon nimmt der Besitzer zunächst noch Abstand. Konfiguriert für Breitensport präsentiert sich auch das Fahrwerk, bestehend aus Koni Dämpfer und Mattig Federn, deren Tiefgang auch optisch mit Zwischenraum von Felgen zur Karosse korrespondiert. Die erweiterte Vorderachse entspricht der 1000er Serie. Die Aufrüstung mit Versteifungsblechen erhöht die Stabilität bei Kurvenfahrten um ein Vielfaches. Zudem werden Fahr- und Lenkverhalten präziser. Die verstärkte Bremsanlage von Pink Opel Power ist vorne innenbelüftet und hinten mit Scheiben ausgestattet, um die Leistung zu bändigen.

Die Felgen zählen zur Kategorie individuell und einmalig. Ein Dreher trennte Stern und Bett einer Fuchs-Felge und bohrte 16 Löcher im BBS-Maß zum Verschrauben mit BBS-Stufenschüsseln. Die vorderen 8x14 Zoll Fuchs-BBS werden von 205/45-14 Toyo Proxes umspannt, während an der Hinterachse 9,5x14 einen Pakt mit Dunlop SP Sport in 225/40-14 eingehen.

Die Frage nach dem In Car Entertainment, im Datenblatt mit ICE abgekürzt, beantworten die Trompeten der 45 Weber Doppelvergaser: Hier sorgen wir für Sound! Viele Opel Fans behaupten, die beste Musik für einen Oldtimer kommt vom Weber Trompetenorchester.

Ziel der nur halbjährlich dauernden Aufbauphase war das Opel-Treffen in Königsfeld. Der Roll Out erfolgte dank 07er Zulassung 1 Tag vor Beginn des Treffens. Seitdem wird der „Gelb-Schwarze“ nur bei schönstem Wetter und äußerst selten bewegt, was aber jedes Mal umso mehr Spaß macht.

Typ: Opel Kadett C Coupé GT/E (1978)
Motor:  2,4 Liter CIH Risse Motor, 45 Weber DCOE-Doppelvergaser, Zylinderkopf bearbeitet, asymetrische Dbilas Nockenwelle mit großen Ventilen und verstärkten Federn
Auspuff:  Supersport Edelstahl Auspuffanlage
Leistung (max): 185 PS lt. Fahrzeugschein
Kraftübertragung: 5-Gang ZF Getriebe 9“-Sachs Kupplung
Vorderachse: 1000er  Achse mit neuen Buchsen
Hinterachse: 318er Übersetzung mit 40%iger Sperre und einstellbaren Panhardstab
Fahrwerk:  Mattig Federn, Koni Dämpfer
Felgen (Herst./Größe): 3-teilige Fuchs-Felgen mit BBS Schüsseln / 8x14 und  9,5x14
Bereifung (Herst./Größe): Toyo Proxes / 205/45-14 und Dunlop SP Sport 225/ 40-14
Bremsen(vo/hi): 271er Scheiben innenbelüftet / 279erScheiben, 300er Hochleistungsbremsanlage von Pink Opel Power,Stahlflexleitungen
Weitere Extras:  Fensterrahmen, Ausstellfenster, Achs und Aufhängungsteile Lackiert, weise Blinker und schwarze Rückleuchten von MTS
Interieur:  Manta 400 Sitze mit Schroth Gurten, Heigo Käfig, Raid Sportlenkrad
ICE: Weber
Danksagung:  Konna & Beate, Michael Götz,Hutzi, Mario, Powerengines & Parts by Beimel Robert, Klaus Stark,Blitz Team Franken und natürlich meiner Freundin Katrin für die Geduld und Unterstützung tausend Dank

Fotografiert beim 17. Opeltreffen Oberwildenau am 13. August 2011

Peter Löschinger, der Ansgar Wilkendorf und Holger Stemmler als verantwortlicher Redakteur der Opel Scene Flash gefolgt war, gab mir Freigabe für jegliche Old- und Youngtimer. Nachdem Ende 2011 Peter die Flucht nach Schwabach gelungen war, übernahm Jennifer Christ die Macht der Flash. Weniger Oldtimer, mehr moderne Fahrzeuge lautete nun die Devise, womit einige der von mir fotografierten Autos in die Ablage wanderten. Ähnlich wie bei einen Bundesligaverein in Abstiegsnöten, wechselte die Flash erneut den Trainer. Mit Thomas Pfahl kam ein Redakteur ans Ruder, mit dem ich die Fahne der Ford Drive von 1997 bis zu deren bitteren Untergang hochgehalten hatte. C Coupé Pilot Marcus Sendelbeck stellte mir jährlich die Frage, was denn aus der Fotosession damals in Oberwildenau geworden ist. Thomas Pfahl stellte mir im Februar 2015 die Frage, ob ich eventuell noch einen Blitz im Köcher habe. Ich verband beide Fragen zu einer Antwort. Leider war das die letzte Zusammenarbeit von Thomas und mir. Er arbeitet seit April 2015 für die "ClassicCars". Bei Marcus bedanke ich mich, dass er den Endspurt mit mehrmaligen Korrekturlesen mitgemacht hat. wie gehabt gebe ich kein Auto an den Verlag weiter, ohne dass der Besitzer mir sein OK für die Geschichte gegeben hat.

Text & Foto: Heinz Bauriedel für Opel Flash 5/2015, Besitzerfotos Archiv Marcus Sendelbeck

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